Schatzkammer

In den Depoträumen der Sammlung finden sich viele Objekte mit einer besonderen Geschichte. Zu den ausgesuchten archivalischen Kostbarkeiten zählen eine Lesefibel aus dem 17. Jahrhundert und die Protokollbücher aus den Gründungsjahren des Nürnberger Lehrervereins Anfang des 19. Jahrhunderts sowie rund 500 Kinderzeichnungen aus den 1920er Jahren.

Der Münchner Gymnasiallehrer und Antiquar Eugen Brüschwiler spendete seine bedeutende grafische Sammlung zur Schulgeschichte: rund 600 Holz-, Kupfer- und Stahlstiche, kolorierte Lithografien, Heliogravuren und Zinkografien vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Eindrucksvolle Tagebücher eines 16-jährigen Schülers, der als Flakhelfer in Nürnberg und am Rande des Vernichtungslagers Ausschwitz eingesetzt wurde, gehören zu den wichtigen Objekten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Eine ähnliche Bedeutung besitzt die rund 20 Regalmeter umfassende Spende des Schulmuseums Magdeburg zum Themenfeld „Schule in der DDR”. Der europaweit einzigartige Bestand an Spickzetteln und Schülerbriefchen umfasst über 4.000 Originale aus aller Welt.