Keine Angst vor Wissenschaft

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Keine Angst vor Wissenschaft

Um was geht’s?

Im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung unterstützen Projekts „Neue Potentiale“ der Universität Erlangen-Nürnberg/des  Schulmuseum Nürnberg entwickelten drei Mittelschulklassen aus der Metropolregion – begleitet von Wissenschaftlern, Pädagogen und Studierenden – Führungen für ihre Altersgruppe im Schulmuseum Nürnberg zu historischen Themen aus der jeweiligen Schulperspektive. Ziel des Projektes war es, Interesse und Offenheit gegenüber Wissenschaft zu fördern und zugleich das Geschichtswissen zu erweitern sowie wichtige „soft skills“ für den Übergang in den Beruf zu vermitteln.

 

Warum Wissenschaft für die Mittelschule?

Die Beschäftigung mit Wissenschaft in dieser Form soll die Schülerinnen und Schüler beim Übergang in den Beruf unterstützen und besondere Potentiale stärken: [der Satz ist noch etwas holperig]

-           Orientierungsfähigkeit erlernen und Autonomie stärken

-           Potential der eigenen Schule erkennen

-           Selbstwertgefühl steigern

Projektablauf

Das Projekt wurde von der Leitung des Schulmuseums Nürnberg koordiniert und geleitet und in Kooperation mit Mittelschul-/Hauptschulen und Mittelschul-/Hauptschul-Fachdidaktikern der Universität umgesetzt.

Drei Schulklassen erarbeiteten sich nacheinander jeweils innerhalb von vier Monaten ihre Führungen und präsentierten diese in ein bis zwei Testdurchläufen unter realen Bedingungen vor gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern. In einem abschließenden Schülerfest erhielten die Klassen ihre Zertifikate überreicht.

Auf dem Weg zur fertigen Führung lernten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit von Wissenschaftlern kennen. Sie lernten wissenschaftliche Methoden anzuwenden, um sich ihr Thema zu erschließen, und arbeiteten mit Original-Material aus der Schulgeschichtlichen Sammlung. Dabei erhielten die Klassen eine Lernbegleitung durch Wissenschaftler, Pädagogen und Lehramtsstudierende. Bei einem Besuch der Universität interviewten die Schülerinnen und Schüler Wissenschaftler zu ihrem Alltag, sahen Historikern und Erziehungswissenschaftlern „über die Schultern“ und lernten dabei den Entstehungsprozess einer wissenschaftlichen Publikation kennen.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Bismarckstraße erhielten die Gelegenheit, ihr Projekt auf der Tagung der Robert Bosch Stiftung / Denkwerk am 02. und 03. Dezember 2011 in Bonn vorzustellen.

 

Die Teilnehmer

Klasse 10m der Mittelschule Bismarckstraße, Nürnberg; Themen „Atomenergie und Antiatombewegung/ Drittes Reich / Soziale Frage im Kaiserreich“

Klasse 7 der Mittelschule Dr. Gustav-Schickedanz-Schule, Fürth; Thema „1968er Revolution an Schulen in Erlangen und Frankfurt am Main“

Klasse 10m der Mittelschule Seeackerstraße, Fürth; Thema „Industrialisierung in Deutschland und die soziale Frage“


Lerneffekte

Im Rahmen des Projekts wurden besonders thematisiert:
- die kritisch-differenzierte Nutzung von Quellen, Literatur und Internet
- das individuelle Erkenntnisinteresse von Forschern
- unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten von Quellen und der Wandel von Forschung
- Strukturierung komplexer und umfangreicher Quellenbestände
- multiperspektivische Sicht auf große historische Zusammenhänge und auf den mikrohistorischen Prozess
- die Verknüpfung von Bildungsgeschichte und allgemeiner historischer Entwicklung;

Das Projekt konzentriert sich daneben auf die für den Berufseinstieg wichtigen „soft skills“: Orientierung an Besucherinteressen, Empathie, Rhetorik (insbesondere plastische und deutliche Sprache sowie Lampenfieber), Teamfähigkeit, Konzentration, Durchhaltevermögen;

Beim Besuch der Universität bot der Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft I einen Einblick in die Laufbahn von Wissenschaftlern und der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit Schwerpunkt Mittel-/Hauptschule einen Einblick in die Abläufe wissenschaftlicher Projekte:
- Methoden der Datenerhebung  (bei Quellenrecherche, Fragebogen usw.)
- Entwicklung eines Forschungsdesigns (Versuchsanordnung, Fragestellungen usw.)
- Auswertung der Fragebögen